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Workshop HTML5 & CSS3 - Stephan Heller

meta-Tags: name, http-equiv, content

name

Das meta-Element mit dem Attribut name ist ein unerschöpfliches Thema. Die Informationen haben vielfältige Aufgaben. Sie sollen weitere Informationen für Suchmaschinen liefern, beispielsweise über Autor, Copyright und Herausgeber einer Webseite, geben Auskunft über die Software, mit der die Webseite erstellt wurde, ob Suchmaschinen die Seite indexieren sollen oder dienen als Möglichkeit, den Eigentümer von Webseiten zu verifizieren.

Welche Angaben für das Attribut name wirklich notwendig sind, ist von daher eine schwer zu beantwortende Frage. An dieser Stelle seien drei der wichtigsten meta-Angaben vorgestellt, die auf keiner Homepage fehlen sollten.

name="description"

Hier sollte eine Zusammenfassung des Inhalts der aktuellen Seite zu finden sein. Vergleichbar mit dem title sollte die wichtigste Information in den ersten 140-160 Zeichen zu finden sein. Weiter hinten stehende Informationen werden von Suchmaschinen mit geringerer Relevanz bewertet.

Neben einer bestimmten Länge ist vor allem ein guter Inhalt der description wichtig, nur so können Suchmaschinen inhaltlich wertvolle Informationen erfassen. Ebenfalls von Bedeutung ist eine description, die für jede einzelne Seite individuell formuliert ist und nicht auf jeder Unterseite in einem kompletten Webauftritt gleich ist.

Dieses meta-Element ist letztendlich von essentieller Bedeutung, da Suchmaschinen den Inhalt bei Relevanz als erweiterte Beschreibung unter dem Suchergebnis angezeigt.

name="keywords"

Google ignoriert keywords (siehe Google ignoriert das Meta-Tag keywords), trotzdem darf hier die Information dazu - allein aus historischen Gründen - nicht fehlen. Zudem ist Google nicht die einzige Suchmaschine.

In den keywords sollte eine Liste der Schlagworte (durch Komma getrennt) zu finden sein, die mit dem Inhalt der Webseite verknüpft sind. Vor zehn Jahren gehörten die keywords zu den Suchmaschinenoptimierungsmaßahmen schlecht hin.

Heute haben diese an Relevanz verloren, da Suchmaschinen intelligenter geworden sind und mehr Wert auf den title, die Überschriftenstruktur und den Inhalt einer Seite legen und daraus selber eine »Schlagwortdichte« ermitteln. Allerdings kann ein Schlagwort in den keywords ein kleines Mosaiksteinchen in dieser Berechnung bedeuten.

Generell gilt aber, dass keywords dem Inhalt der Webseite entsprechen müssen. Andernfalls könnten Suchmaschinen dies auch als »Täuschungsversuch« bewerten und Ihre Seite im Suchindex nach hinten schieben. Falls Sie keine passenden keywords haben, lassen Sie sie lieber weg!

name="robots"

Dieser Parameter ist für Suchmaschinen gedacht und soll darüber informieren, ob die Seite »gecrawlt« und im Index gespeichert werden soll oder ob Links auf der Seite zur weiteren Indexierung gefolgt werden soll:

<meta name="robots" content="index, follow">

Die meisten Webseiten stehen im Netz, damit sie gefunden werden, von daher sollte den Suchmaschinen diese Information auch angeboten werden. Mit diesem Codebeispiel teilen Sie dem Crawler mit, dass die Seite indexiert werden soll.

Denkbar ist es, für private Seiten über den name="robots"-Attribut die Suchmaschinenindexierung zu verhindern, damit diese nicht von Jedermann gefunden wird:

<meta name="robots" content="noindex, nofollow">

Allerdings sollten Sie sich im Klaren sein, dass eine solche Angabe wie ein »Betreten verboten!«-Schild vor einer grünen Wiese ist. Dass wirklich keiner den Rasen betritt, schließen Sie damit nicht aus. Falls sie wirklich den Zugriff durch die Öffentlichkeit verhindern wollen, schützen Sie Ihre Seite mit einer .htaccess-Datei oder anderen Login- Möglichkeiten!

meta-Angaben sind ein »kann«, kein »muss«

meta-Elemente sehen nur Suchmaschinen oder andere Spider-Software. Wie diese damit umgehen, können Sie nicht kontrollieren. Bevor Sie unsinnige Inhalte mit Ihren meta-Angaben liefern, verzichten Sie besser darauf!

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Werten für name im meta- Element, die ganz andere Funktionen erfüllen. Ein sehr praxisnahes Beispiel ist der Wert google-site-verification. Falls Sie die Webmaster Tools von Google nutzen wollen, um Ihre Seite zu optimieren, binden Sie diese meta-Angabe ein. Google erkennt daran, dass Sie wirklich der Eigentümer der Seite sind und liefert Ihnen dann umfangreiche Informationen über Ihre Homepage aus der Google-Indexierung.

<meta name="google-site-verification" content="...">

Dieses Beispiel soll stellvertretend die umfassenden Möglichkeiten von meta-Tags unterstreichen. Manchmal haben die Angaben einen konkreten Zweck, oft findet man aber auch Angaben, die in der Vergangenheit eine gute Idee verfolgt haben, in der heutigen Webentwicklung jedoch keine Rolle spielen.

Weiterführende Links:

http-equiv

Das Attribut http-equiv ist ursprünglich dafür vorgesehen, dass Webserver diese Angaben auslesen und die Webseite mit bestimmten Informationen an den Browser senden. Dies wird allerdings vom keinem Webserver unterstützt.

In der Praxis werden einzelne Angaben wie http-equiv="refresh" content="10" URL=http://www.abc.de (automatischer Aufruf einer andern Seite nach Ablauf von X Sekunden) oder http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=8" (zwingt den IE8 in den Internet Explorer Standardmodus) verwendet, die das Browserverhalten beeinflussen.

Der HTML5-Standard sieht das Attribut http-equiv="set-cookie" vor. An dieser Stelle verweist jedoch selbst der Standard darauf hin, dass dies kein regulärer Weg ist, um ein Cookie zu setzen. Ein gutes Beispiel dafür, dass der Standard nicht alle Fragen beantwortet, da er eben noch nicht fertig ist.

In der Praxis spielt http-equiv keine sonderliche Rolle. Für den Zeichensatz steht nun charset-Attribut zur Verfügung, zur Kommunikation mit dem Server werden anderen Techniken eingesetzt, sodass alles rund um http-equiv eher blanke Theorie als denn relevant für die Praxis ist.


© 2013 - Stephan Heller [daik.de]

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